Ratgeber

Cheat Day, Refeed oder Diätpause? Was Studien zeigen

Pausen vom Kaloriendefizit sollen den Stoffwechsel schützen und das Durchhalten erleichtern. Die Studienlage ist nüchterner als die Werbeversprechen, und die Wochenbilanz entscheidet mit.

Grüne Schale Porridge mit Goji-Beeren, Trockenfrüchten und Mandeln

Einmal pro Woche essen, worauf man Lust hat: Für viele ist das der Grund, eine Diät überhaupt durchzuhalten. Im Netz wird der Cheat Day aber oft als Stoffwechsel-Turbo verkauft. Was davon stimmt? In diesem Artikel trennen wir die Begriffe sauber, schauen uns die wichtigsten Studien mit ihren Schwächen an und rechnen durch, was ein Genusstag für deine Wochenbilanz bedeutet.

Auch im Hafer-Reset ist ein geplanter Genusstag pro Woche vorgesehen. Wie er aussehen sollte, hängt von deinen Zielen, deinem Training und deinem Verhältnis zum Essen ab.

Vier Begriffe, vier Konzepte

Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Dabei unterscheiden sie sich deutlich in Dauer, Menge und Absicht. Diese Übersicht hilft beim Einordnen:

BegriffWas gemeint istDauerKalorienTypisches Ziel
Cheat Mealeine Mahlzeit außerhalb des Plans, oft mit Lieblingsessen1 Mahlzeitohne feste GrenzeGenuss, Pause vom Verzicht
Cheat Dayein ganzer Tag ohne Regeln, oft mit sehr großen Mengen1 Taghäufig weit über dem BedarfGenuss, Belohnung
Refeedgeplante Erhöhung auf etwa Erhaltungsniveau, vor allem über Kohlenhydrate1 bis 2 Tageetwa Bedarf, selten leicht darüberGlykogen auffüllen, Training und Stimmung stützen
Diätpausekontrolliertes Essen auf Erhaltungsniveau über längere Zeit1 bis 2 Wochenetwa BedarfErholung von Kopf und Körper, Anpassungen abmildern

Der wichtigste Unterschied: Refeed und Diätpause sind kontrolliert und haben eine Obergrenze, nämlich deinen Bedarf. Beim Cheat Day gibt es diese Grenze meist nicht. Deinen ungefähren Bedarf zeigt dir der Plan-Rechner.

Warum überhaupt Pausen? Stoffwechsel und Leptin

Der Körper passt sich an

Wer abnimmt, verbraucht weniger Energie. Ein Teil davon ist logisch: Ein leichterer Körper braucht weniger. Studien finden aber oft einen etwas stärkeren Rückgang, als die verlorene Masse erklärt. Fachleute sprechen von adaptiver Thermogenese (Übersicht bei Trexler et al. 2014). Dazu kommen unbewusst weniger Bewegung im Alltag und mehr Hunger.

Wie groß dieser Extra-Effekt ist, schwankt stark zwischen Personen und Studien. In der MATADOR-Studie sank der Ruheumsatz, bereinigt um die veränderte Körperzusammensetzung, in der Gruppe mit durchgehender Diät um rund 180 kcal pro Tag, in der Gruppe mit Pausen um rund 90 kcal. Das ist messbar, aber kein „Stoffwechsel im Sparmodus“, der das Abnehmen stoppt.

Was Leptin damit zu tun hat

Leptin ist ein Hormon aus dem Fettgewebe. Es meldet dem Gehirn, wie gut die Energiespeicher gefüllt sind. Im Kaloriendefizit sinkt der Leptinspiegel, was Hunger und Energiesparen begünstigen kann.

Kurzes Überessen mit Kohlenhydraten hebt Leptin tatsächlich an. In einer kleinen Studie von Dirlewanger und Kollegen (2000) stieg es bei 10 schlanken Frauen nach 3 Tagen Kohlenhydrat-Überschuss um 28 %, nach Fett-Überschuss dagegen nicht. Ob so ein kurzer Anstieg beim Abnehmen einen spürbaren Vorteil bringt, ist nicht belegt. In der ICECAP-Studie unterschieden sich die Leptinwerte zwischen Pausen- und Dauergruppe am Ende nicht.

Was die Studien zeigen

MATADOR: Diätpausen bei Männern mit Adipositas

In der australischen MATADOR-Studie (Byrne et al. 2018, International Journal of Obesity) wurden 51 Männer mit Adipositas zwischen 25 und 54 Jahren zufällig auf zwei Gruppen verteilt. Sie waren untrainiert, das Essen wurde gestellt, das Defizit lag bei 33 % des Bedarfs. Eine Gruppe machte 16 Wochen am Stück Diät. Die andere wechselte 2 Wochen Diät mit 2 Wochen auf Erhaltungsniveau ab und kam so ebenfalls auf 16 Diätwochen, verteilt auf 30 Wochen.

MATADOR: Ergebnisse im Vergleich
DurchgehendMit Pausen
Gewichtsverlust nach 16 Diätwochen9,1 kg (Durchgehend)14,1 kg (Mit Pausen)
Fettverlust8,0 kg (Durchgehend)12,3 kg (Mit Pausen)
Verlust fettfreier Masse1,2 kg (Durchgehend)1,8 kg (Mit Pausen)
Gewichtsverlust nach 6 Monaten Nachbeobachtung3,0 kg (Durchgehend)11,1 kg (Mit Pausen)

Byrne et al. 2018. Diätphase: 19 und 17 Männer per Protokoll. Nachbeobachtung: 13 und 15 Männer. Unterschied bei fettfreier Masse nicht signifikant.

Während der Pausenblöcke blieb das Gewicht im Mittel stabil. Nach 6 Monaten hatten beide Gruppen wieder zugenommen, die Pausengruppe lag aber im Mittel rund 8 kg besser.

Schwächen: Die Studie war klein, und viele brachen ab. Nur 36 Männer schlossen die Diätphase nach Protokoll ab, bei der Nachbeobachtung waren es noch 28. Untersucht wurden nur untrainierte Männer mit Adipositas. Und die Pausengruppe brauchte fast doppelt so lange für dieselbe Zahl an Diätwochen.

ICECAP: Diätpausen bei Kraftsportlern

Die ICECAP-Studie (Peos et al. 2021, Medicine and Science in Sports and Exercise) prüfte die Idee bei 61 kraftsporterfahrenen Erwachsenen, etwa zur Hälfte Frauen, im Schnitt knapp 29 Jahre alt. Beide Gruppen hatten 12 Diätwochen mit moderatem Defizit. Die Pausengruppe machte nach jeweils 3 Wochen eine Woche Pause auf Erhaltungsniveau und brauchte insgesamt 15 Wochen.

Ergebnis: Beim Fettverlust, bei der fettfreien Masse, beim Ruheumsatz, bei Kraft und Kraftausdauer gab es keinen Unterschied. Die Pausengruppe hatte aber weniger Hunger, weniger Lust zu essen und war zufriedener. In einer Zusatzauswertung mit 26 Personen verbesserte sich direkt nach einer Pausenwoche die Kraftausdauer der Beine, und die Teilnehmenden fühlten sich wacher.

Schwächen: Die Teilnehmenden waren jung, schlank und trainiert. Das Ergebnis lässt sich nicht direkt auf Menschen mit Übergewicht oder über 50 übertragen.

Campbell 2020: Refeed-Tage im Wochenrhythmus

Campbell und Kollegen (2020, Journal of Functional Morphology and Kinesiology) teilten 27 kraftsporterfahrene junge Erwachsene auf. Die eine Gruppe aß 7 Wochen lang durchgehend etwa 25 % unter Bedarf. Die andere aß an 5 Tagen etwa 35 % unter Bedarf und an 2 Tagen auf Erhaltungsniveau, die Extra-Kalorien kamen aus Kohlenhydraten. Im Wochenschnitt war das Defizit also ähnlich.

Ergebnis: Der Fettverlust war gleich. Die Refeed-Gruppe verlor aber weniger fettfreie Masse (0,4 statt 1,3 kg), und ihr Ruheumsatz fiel etwas weniger (um 38 statt 78 kcal pro Tag). Schwächen: sehr klein, nur 7 Wochen. Eine Nachanalyse anderer Forschender fand, dass sich die Gruppen nur bei der trockenen fettfreien Masse sicher unterschieden, was die Aussagekraft einschränkt.

Scoping Review 2025: Cheat Meals

Eine Übersichtsarbeit von Tsang und Kollegen (2025, Nutrition Reviews) fand nur 8 passende Studien zu Cheat Meals. Es gibt einige Hinweise, dass kurze Phasen mit freiem Essen eine erfolgreiche Abnahme unterstützen können. Die Belege für Muskelerhalt, weniger Stoffwechselanpassung oder bessere Leistung waren gemischt. Positiv fiel auf: Wenn die Pause als Teil des Plans verstanden wird, kann sie Hunger senken und die Zufriedenheit erhöhen.

Gleichzeitig warnen die Autoren: Wer Cheat Meals als Belohnung für strenges Verzichten sieht oder als Gegensatz zu den eigenen Zielen, zeigt häufiger Anzeichen gestörten Essverhaltens. Das passt zu anderen Arbeiten: Eine Auswertung von 600 Instagram-Bildern mit dem Hashtag cheatmeal (Pila et al. 2017) zeigte oft sehr große Mengen energiedichter Lebensmittel, verbunden mit der Idee von Belohnung. In einer kanadischen Befragung von 2.717 Jugendlichen und jungen Erwachsenen hing die Häufigkeit von Cheat Meals mit Symptomen gestörten Essverhaltens zusammen (Ganson et al. 2022). Solche Befragungen zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen.

StudieWerKernergebnisWichtigste Schwäche
MATADOR 201851 untrainierte Männer mit Adipositasmehr Fettverlust mit 2-wöchigen Pausenviele Abbrüche, dauert fast doppelt so lange
ICECAP 202161 kraftsporterfahrene Erwachsenekein Vorteil beim Fett, weniger Hungerjunge, schlanke Teilnehmende
Campbell 202027 kraftsporterfahrene Erwachsenegleicher Fettverlust, eher weniger Verlust fettfreier Massesehr klein, 7 Wochen, Nachanalyse schwächer
Tsang 2025Übersicht aus 8 Studiengeplante Pausen können beim Durchhalten helfenwenige, sehr unterschiedliche Studien

Die Wochenbilanz: Was ein Genusstag kostet

Studien hin oder her, am Ende zählt die Energiebilanz. Ein Beispiel mit Zahlen wie bei Alex: Bedarf rund 3.000 kcal, Plan 1.650 kcal. Das ergibt 1.350 kcal Defizit pro Tag.

Wochendefizit je nach Art des Genusstags
Ohne Pause9.450 kcal
Refeed auf Erhaltung (3.000 kcal)8.100 kcal
Cheat Day mit 5.000 kcal6.100 kcal
Cheat Day mit 7.000 kcal4.100 kcal

Beispielrechnung bei 3.000 kcal Bedarf und 1.650 kcal an 6 Plantagen. Grobe Faustregel: 7.000 kcal entsprechen etwa 1 kg Körperfett.

Rechnerisch entspricht das etwa 1,35 kg, 1,16 kg, 0,87 kg und 0,59 kg Fett pro Woche. In der Praxis fällt die Abnahme meist geringer aus, weil sich Bedarf und Alltagsbewegung verändern. Der Vergleich zeigt trotzdem das Prinzip: Ein Refeed kostet rund ein Siebtel des Wochendefizits, ein großer Cheat Day kann mehr als die Hälfte davon aufzehren.

Wichtig ist auch das Tempo. Für Kraftsportler empfehlen Helms und Kollegen (2014) eine Abnahme von etwa 0,5 bis 1 % des Körpergewichts pro Woche, um Muskeln zu schützen. Wie viel Eiweiß du dafür brauchst, liest du im Artikel zu Eiweiß beim Abnehmen ab 50.

Was das für den Hafer-Reset bedeutet

Keine der Studien zeigt, dass ein Cheat Day den Fettabbau beschleunigt. Belastbar ist vor allem dies: Geplante Pausen auf Erhaltungsniveau schaden dem Fettverlust nicht, können den Hunger senken und das Durchhalten erleichtern. Der Preis ist Zeit, denn wer Pausen einlegt, braucht für dasselbe Ergebnis länger.

  • Ein geplanter Refeed-Tag pro Woche ist ein vernünftiger Kompromiss aus Genuss und Fortschritt.
  • Wenn Hunger, Müdigkeit oder sinkende Trainingsleistung über Wochen zunehmen, kann eine Diätpause von 1 bis 2 Wochen helfen, wie sie in MATADOR und ICECAP getestet wurde.
  • Eiweiß bleibt an jedem Tag hoch. Das schützt die Muskeln, gerade mit zunehmendem Alter.
  • Wer beim Essen leicht die Kontrolle verliert, fährt mit festen Mengen besser als mit einem Tag ohne Regeln.
  • Nach der Pause geht es ohne Ausgleich direkt mit dem normalen Plan weiter.

Warum die Waage nach dem Genusstag steigt

Genau deshalb trägt Alex im Tagebuch jeden Morgen sein Gewicht ein und schaut auf den Wochenschnitt. Ein Ausreißer nach dem Genusstag ist erwartbar und kein Grund, am nächsten Tag weniger zu essen.

So sieht ein guter Refeed-Tag aus

Ein Refeed ist kein Freifahrtschein, aber auch keine Strafe. Die Grundregeln: Kalorien etwa auf Höhe deines Bedarfs, Eiweiß hoch wie an normalen Tagen, Fett moderat und die zusätzlichen Kalorien vor allem aus Kohlenhydraten. Ein Lieblingsgericht in normaler Portion hat dabei ausdrücklich Platz.

Beispiel-Refeed bei rund 3.000 kcal Bedarf
  1. Frühstück

    Porridge aus 100 g Haferflocken mit 300 ml ungesüßter Mandelmilch, 1 Banane und 1 TL Honig, dazu ein Whey-Shake

    ca. 680 kcal
  2. Zwischenmahlzeit

    1 Apfel und 1 Scheibe Vollkornbrot mit Honig

    ca. 200 kcal
  3. Mittag

    125 g Reis (roh gewogen), 200 g Hähnchenbrust, reichlich Gemüse, 1 EL Rapsöl

    ca. 800 kcal
  4. Nach dem Training

    250 g Skyr mit 150 g Trauben und 2 Reiswaffeln

    ca. 320 kcal
  5. Lieblingsessen

    125 g Nudeln (roh gewogen) mit Tomatensoße, 125 g magerem Rinderhack und etwas Parmesan

    ca. 750 kcal
  6. Dessert

    eine Portion Eis oder ein Stück Obstkuchen

    ca. 250 kcal

Zusammen ergibt das rund 3.000 kcal mit etwa 170 g Eiweiß, rund 60 g Fett und gut 400 g Kohlenhydraten. Die Mengen sind ein Beispiel. Liegt dein Bedarf niedriger, verkleinerst du vor allem die Kohlenhydrat-Beilagen und das Dessert.

Passt gut zum Refeed

  • Reis, Kartoffeln, Nudeln, Brot und Haferflocken
  • Obst und etwas Honig oder Marmelade
  • mageres Eiweiß wie Hähnchen, Fisch, Skyr oder Magerquark
  • ein Lieblingsgericht in normaler Portion
  • ausreichend Wasser

Besser weglassen

  • Frittiertes und sehr fettige Riesenportionen
  • größere Mengen Alkohol
  • Buffets nach dem Motto „bis nichts mehr geht“
  • Hungern oder Extra-Sport am Tag danach als Ausgleich

Vorsicht bei sehr fettreichen Mahlzeiten

Beim Abnehmen steigt das Risiko für Gallensteine, besonders bei schneller Abnahme. Viele Steine bleiben lange unbemerkt. Fett regt die Gallenblase an, sich kräftig zusammenzuziehen. Folgt auf Wochen mit kontrolliertem Essen eine sehr fettreiche Riesenmahlzeit, kann das bei vorhandenen Steinen Beschwerden auslösen.

Warnzeichen einer Gallenkolik sind krampfartige Schmerzen im rechten oder mittleren Oberbauch, oft nach fettem Essen und mit Ausstrahlung in Rücken oder Schulter. Kommen Fieber oder eine Gelbfärbung von Haut oder Augen dazu, gehörst du sofort in ärztliche Behandlung. Mehr dazu im Artikel Gallensteine beim Abnehmen. Ein Refeed mit moderatem Fett ist auch aus diesem Grund die entspanntere Wahl.

Schale Skyr mit Himbeeren, daneben Haferflocken und Walnüsse
Auch am Refeed-Tag bleibt Eiweiß wichtig, die Extra-Kalorien kommen vor allem aus Kohlenhydraten.

Wann aus Genuss ein Problem wird

Ein geplanter Genusstag ist für die meisten Menschen unproblematisch. Bei manchen kann das Muster aus strengem Verzicht und großem Ausbruch aber gestörtes Essverhalten fördern oder verstärken. Nimm diese Warnzeichen ernst:

  • Du hast beim Essen das Gefühl, nicht mehr aufhören zu können.
  • Du isst am Genusstag regelmäßig, bis dir unwohl ist.
  • Die Gedanken kreisen die ganze Woche um den nächsten Cheat Day.
  • Nach dem Essen fühlst du starke Scham oder Schuld.
  • Du versuchst, den Tag durch Hungern oder übermäßigen Sport wiedergutzumachen.
  • Du isst heimlich oder ziehst dich deswegen von anderen zurück.

Weitere Hinweise, wann du vor einer Ernährungsumstellung ärztlichen Rat brauchst, findest du im medizinischen Hinweis.

Wie Alex es handhaben will

Wie es bei ihm läuft, siehst du jeden Tag im Selbstversuch.

Entscheidungshilfe: Welche Pause passt zu dir?

In 6 Schritten zur passenden Pause
  1. Ehrlich prüfen

    Hattest du schon einmal Essanfälle oder eine Essstörung? Dann plane Pausen nur mit fachlicher Begleitung und verzichte auf Cheat Days.

  2. Bedarf kennen

    Berechne deinen ungefähren Tagesbedarf im Plan-Rechner. Er ist die Obergrenze für einen Refeed.

  3. Form wählen

    Für die meisten passt ein Refeed-Tag pro Woche. Bei langen Diäten oder starker Erschöpfung kann eine Diätpause von 1 bis 2 Wochen sinnvoll sein.

  4. Fest planen

    Lege den Tag vorher fest, am besten auf einen Trainingstag, und plane die Mahlzeiten grob.

  5. Eiweiß halten

    Iss auch am Genusstag etwa so viel Eiweiß wie sonst und hol die Extra-Kalorien vor allem aus Kohlenhydraten.

  6. Richtig auswerten

    Ignoriere den Gewichtssprung am Tag danach, kehre ohne Ausgleich zum Plan zurück und bewerte den 7-Tage-Schnitt.

Häufige Fragen

Kurbelt ein Cheat Day den Stoffwechsel an?

Kurzfristig steigen Leptin und der Energieverbrauch nach viel Kohlenhydraten leicht an. Einen spürbaren Vorteil fürs Abnehmen zeigen Studien bisher nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Refeed und Cheat Day?

Ein Refeed ist geplant und liegt etwa auf Höhe des Bedarfs, vor allem mit Kohlenhydraten. Ein Cheat Day hat meist keine Obergrenze und kann weit über dem Bedarf liegen.

Wie oft sollte man einen Refeed machen?

In der Studie von Campbell gab es 2 Refeed-Tage pro Woche bei etwas höherem Defizit an den übrigen Tagen. Für viele passt ein Tag pro Woche, feste Regeln gibt es nicht.

Warum wiege ich nach dem Genusstag mehr?

Glykogen bindet Wasser, dazu kommen Salz und Darminhalt. Das Plus von 1 bis 2 kg verschwindet meist nach 1 bis 2 Tagen.

Machen Diätpausen die Diät erfolgreicher?

In der MATADOR-Studie ja, bei untrainierten Männern mit Adipositas. Bei Kraftsportlern in der ICECAP-Studie gab es keinen Vorteil beim Fett, aber weniger Hunger.

Soll ich am Tag nach dem Cheat Day weniger essen?

Nein. Kehre einfach zu deinem normalen Plan zurück. Ausgleichsfasten kann einen ungünstigen Kreislauf aus Verzicht und Überessen fördern.

Quellen

  1. Byrne NM et al.: Intermittent energy restriction improves weight loss efficiency in obese men: the MATADOR study, Int J Obes 2018
  2. Peos JJ et al.: Continuous versus Intermittent Dieting for Fat Loss and Fat-Free Mass Retention in Resistance-trained Adults: The ICECAP Trial, Med Sci Sports Exerc 2021
  3. Peos JJ et al.: A 1-week diet break improves muscle endurance during an intermittent dieting regime in adult athletes, PLoS One 2021
  4. Campbell BI et al.: Intermittent Energy Restriction Attenuates the Loss of Fat Free Mass in Resistance Trained Individuals, J Funct Morphol Kinesiol 2020
  5. Peos J et al.: Kommentar und Nachanalyse zu Campbell et al., J Funct Morphol Kinesiol 2020
  6. Tsang JH et al.: The Role of Cheat Meals in Dieting: A Scoping Review, Nutrition Reviews 2025
  7. Ganson KT et al.: Characterizing cheat meals among a national sample of Canadian adolescents and young adults, J Eat Disord 2022
  8. Pila E et al.: A thematic content analysis of cheatmeal images on social media, Int J Eat Disord 2017
  9. Dirlewanger M et al.: Effects of short-term carbohydrate or fat overfeeding on energy expenditure and plasma leptin, Int J Obes 2000
  10. Kreitzman SN et al.: Glycogen storage: illusions of easy weight loss, Am J Clin Nutr 1992
  11. Trexler ET et al.: Metabolic adaptation to weight loss: implications for the athlete, JISSN 2014
  12. Helms ER et al.: Evidence-based recommendations for natural bodybuilding contest preparation, JISSN 2014
  13. BIÖG: Beratungstelefon zu Essstörungen
Alex
Alex, 53, Content Creator, Autor und seit Jahren im Kraftsport. Macht den Hafer-Reset selbst und dokumentiert jeden Tag offen, mit echten Zahlen.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenten bitte vor einer Ernährungsumstellung ärztlich abklären.

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